Entwicklung einer MRK-fähigen Linearachse

APAS_7_Achse_DemonstratorEin zentraler Schwerpunkt in dem Forschungsbereich Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) ist die Mobilität der Robotersysteme. Unter der Mobilität eines MRK-fähigen Robotersystems versteht man die schnelle Erweiterung des Roboterarbeitsraums, wie auch das schnelle Einrichten solcher Systeme. Die bisher am Markt verfügbaren Systeme weisen jeweils spezifische Nachteile hinsichtlich dieser Aspekte auf. Dies gilt vor allem für die Linearachssysteme, die zusätzlich meist stark überdimensioniert und mit hohen Anschaffungskosten verbunden sind.

Das ZeMA will im Rahmen der Robotix-Academy einen MRK-Roboter mit einer 7. Achse aufbauen, der die Kriterien der schnellen sequenziellen Erweiterung des Roboterarbeitsraumes und eines einfachen Wiederanlaufs der Anlage durch Verwendung zusätzlicher Sensorik gerecht werden. Die Entwicklungsumgebung setzt sich zusammen aus einem Rollenförderer, einer Linearachse bestückt mit einem MRK-fähigen Roboter, welcher stirnseitig montiert wird, und einer externen Steuereinheit. Für verschiedene Anwendungsszenarien wird für den Roboter ein angepasstes MRK-fähiges Werkzeug entwickelt.

Bis Ende 2017 werden Rollenförderer, Linearachse sowie der Roboter in die Steuereinheit implementiert. Anschließend soll die Sicherheit für kollaborierende Roboter mit Hilfe der Maschinenrichtlinie und den einschlägigen Normen validiert werden. Bestandteil dieser Validierung ist die Messung von Druck und Kollisionskräften zwischen Mensch und Roboter.
Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Website www.robotix.academy.

Ansprechpartner:
ZeMA – Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH
Prof. Dr.-Ing. Rainer Müller
Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Matthias Vette M.Eng.
matthias.vette@zema.de
Telefon +49 (0) 68185787-531