IProGro2 Entwicklung innovativer Produktionstechnologien für Großbauteile

IProGro2

Unternehmen der Transportbranche, wie z.B. der Flugzeugbau zeichnen sich vorwiegend durch geringe Stückzahlen und lange Produktlebenszyklen aus. Aufgrund dieser personalintensiven Montageumfänge wird die Produktion verstärkt ausgelagert. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, besteht seitens der Zulieferer am Hochlohnstandort Deutschland ein konkreter Bedarf, eigene rekonfigurierbare automatisierte Produktionsanlagen für Großbauteile aufzubauen.

Das Projekt IProGro 2 soll dazu beitragen, neuartige und effiziente cyberphysische Produktionstechnologien kontinuierlich zu erarbeiten und weiterzuentwickeln sowie auch für größere Stückzahlen verfügbar zu machen. Hierdurch soll die Technologieführerschaft am Entwicklungs- und Produktionsstandort Deutschland durch Smarte Automation nachhaltig gefördert werden. Dazu gehört die Qualität und Produktivität der industriellen Produktion bei vertretbaren bzw. konkurrenzfähigen Kosten zu erhalten bzw. zu erhöhen.

Die Arbeitspakete (AP) wurden Mitte 2015 gestartet und laufen über mind. 3,5 Jahre. Das AP „Adaptive Greiftechnologien“ liefert energieeffiziente neuartige Greifer auf Basis von Formgedächtnisaktoren. Anschließend werden im AP „Oberflächenaktivierung“ Oberflächen von Faserverbundbauteilen für Klebeprozesse vorbereitet, die entweder durch den Menschen oder durch Roboter ausgeführt werden können. Das AP „Assistenzsysteme“ widmet sich der Realisierung von Systemen zum automatisierten Einmessen von Objekten sowie zur Projektion von Montagepositionen der Anbauteile bzw. Informationen für den Montageprozess. Durch das AP „Inspektionssysteme“ wird ein thermografischer Scanner entwickelt, der die montierten Objekte zerstörungsfrei auf Vorhandensein und Lage prüfen kann und damit Qualitätssicherungs- und Dokumentationszwecke erfüllt. Das AP „Konzepte und Methoden für I4.0“ umfasst die Entwicklung einer Methode zum Einsatz von Mensch-Roboter-Kooperation. Die technische Verifizierung der Forschungsergebnisse erfolgt durch die praktische Umsetzung der AP in einem Demonstrator. Neben der Luftfahrtindustrie haben die entwickelten Technologien auch für den Bau von Windkraftanlagen, NKW und PKW Relevanz.