Ausstellung „LebensWert Arbeit“ in Trier anlässlich des 200-jährigen Geburtstags von Karl Marx

Im Rahmen der Ausstellung „LebensWert Arbeit“ im Museum am Dom in Trier wurde vom 18.09 bis 21.10.2018 die Arbeit der Robotix-Academy ausgestellt. Präsentiert wurde die Arbeit durch den wissenschaftlichen Mitarbeiter Florian Schäfer sowie die Hilfswissenschaftler Benedikt Maier und Lars Schaupeter des Fachbereichs Robotics and Control der Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld.

Die Robotix-Academy beschäftigt sich unter anderem mit der Refabrikation (Englisch: Remanufacturing). Dabei werden bereits genutzte technische Produkte, wie z.B. Elektromotoren, Kühlmittelpumpen oder auch elektronische Leiterplatten demontiert und zerlegt, sowie die Einzelteile gereinigt und geprüft. Ziel ist es, die Bauteile bei der Produktion neuer Geräte wieder zu verwenden.

Die Refabrikation spart Ressourcen und reduziert zudem Emissionen. Allerdings erfolgt die Zerlegung der technischen Bauteile meistens manuell. Dadurch wird die Wirtschaftlichkeit verringert. Ein vielversprechender Ansatz zur Reduktion der manuellen Tätigkeiten innerhalb eines Demontageprozesses stellt die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) dar. Hierbei arbeiten Roboter und Mensch zusammen an einem hybriden Arbeitsplatz. An diesem unterstützt der Roboter den Menschen durch assistierende Tätigkeiten. Außerdem ist es möglich, dass Prozessschritte, abhängig von ihrer Komplexität, voll automatisiert vom Roboter ausgeführt werden können.

Zur Vereinfachung der Verständigung zwischen Mensch und Roboter werden neue Kommunikationsformen entwickelt. Die Erkennung von Sprachbefehlen ermöglicht eine besonders einfache Steuerung des Roboters. Die Entwicklung nutzt die gegenwärtig weit verbreiteten, Cloud basierten Systeme wie z.B. das von Amazon vertriebene Echo Dot System. Eine andere Kommunikationsform besteht in der Gestenführung des Roboters. Über 3D Erkennungssysteme werden Finger-, Hand- oder Körpergesten erkannt und ausgewertet, um damit Roboteraktionen einzuleiten.
Eine Besonderheit der Ausstellung war einen Live-Applikation, die eigens für diesen Zweck entwickelt wurde. So wurde für den Roboter „YuMi“ von ABB ein Programm geschrieben, mit dessen Hilfe über eine integrierte Kamera unterschiedliche Elektrobauteile erkannt und – nach einem simulierten Lötvorgang – anschließend entnommen werden.

Ein weiteres Exponat war der Roboter UR3 von Universal Robots. Mit Hilfe der integrierten Kamera am Roboterarm wird das Werkzeug erkannt, mit dem montierten Greifer erfasst und im Anschluss dem Besucher angereicht. Nach leichtem Ziehen oder Drücken wurde das Werkzeug losgelassen. Anhand dieses einfachen Beispiels konnten die Besucher einen Eindruck davon bekommen, wie die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter im Zuge der MRK künftig aussehen kann.